>Freiheit knack mich saftig<

Triste Evolution sühnt der Freiheit fern, konzentriert sich wie die Eintagsfliegen nur an einem Ort, um dort von höherer Misgunst vernichtet zu werden.

Der Mensch ist eine Reaktion, sich daraus zu befreien, also entschlüpfen wir denn endlich unserem Larvenleben, um den Nationalismuskadaver zu verlassen, wir haben uns ausgegessen an dieser Fäulnis.

Und doch sind wir nicht zum Fliegen bestimmt, weil wir uns Flügel erst verdienen müssen – durch ambitionierte Flucht vor der Bewusstseinsenge.
Es wäre schön, wenn wir wie die Affen durch die Bäume wandern würden, statt als federlose Sauger zu vermaden und in unserem formlosen Kokon vom Fliegen zu träumen.

Freiheit knack mich saftig
Freiheit knack mich saftig weg von Fliegen

Ich meine, wir sind so besessen von dieser Realität, dass wir uns in Metalllarven durch die Luft schießen lassen und uns der Affen erlachen, obwohl wir die Gabe des Verstandes, des Willens und der Fertigkeit haben, die Evolution zu enttristen.

Trotzdessen errichten wir uns gegenseitig Schädlingsfallen, in perverser Heiterkeit.

Ich würde euch so gerne entlarven.

Freiheit knack mich saftig weg von Fliegen
Alexandra Svenja Meyer ist Der Schnabel hinter Projekt & Poesieblog Schwarzer Flamingo und tritt bei Literarités und Poetry Slams auf, um poetische Performance zu nutzen und Menschen mit abstrakter, rästelhafter Poesie vertraut zu machen. Aufgrund ihrer dekonstruktivistischen und hermeneutischen Intentionen, welche sie hinter den rekursiv eingedeuteten Motiven auswachsender Pflanzen und formbehandeltem oder brechendem Glas einfasst, welche jene Motive sich im Ausfächern der Verständnisebenen eines Textes dynamisch verflechten, ist Alexandra auch als ‚Glasvasenpoetin‘ bekannt. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und der Passion für moderne Poesie ist Alexandra als Cannabis-Patientin und Aktivistin für eine Entstigmatisierung von medizinischem Cannabis und dessen Patient:innen aktiv als Cannabis-Expertin auf Twitter. Für ihr Engagement und die kritische Aufbereitung von Cannabis-Studien wurde sie als Rednerin bei Cannabis-Veranstaltungen eingeladen und ist darüber hinaus politisch aktiv. Ihrem poetischen Schaffen widmet sie, nach eigenen Aussagen, das oben erwähnte Pflanzenmotiv unter der Inspirationsfahne von Cannabis in der Kunst. Aufgrund ihrer Erkrankung sei die Pflanze eine starke Stütze, durch die sie konzentriert in die begrifflichen Spiegelwelten aus gläserner Schreiberei eintauchen könne und von dort aus den Halm bis zur Knospe ihrer Inspiration erklimmt.
Beitrag erstellt 24

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben