*Spiel gegen die Bande*
Poliert vom Neonlicht der Werberahmen, verstoßen meine Aug’bälle all die anderen Kugeln, die mir entgegenrollen. Untergrundbahn rückt nahe, holt aus, um Passanten durchzuwirbeln.
Erwischt mich das Starren glänzender Köpfe, als ich meinen eigenen aus Acht verrenkte; wer könnte nur erahnen, wie nahe ich im Loch versinke, sollte die Bande nicht auch auf mich warten. Bewegt euch nicht, doch nicht verharren. Jeder Blick schießt mich aus Angst, ich könnte in Augenlöchern dauernd landen.
Schließlich verliert nicht der Schwarm an Murmeln das Spiel, unter denen alle glauben, sie müssten im Neonlicht baden, um in echter Farbe zu strahlen.
Im Stoß des U-Lichtlebens schießt alles gegen die Wand, was dem Kugelstarren auszuweichen langt.
Nun stehe ich selbst, halte kurz Acht, spüre das drückende Licht unter den Lampen, die mich ganz schwarz malen. Wie auch Blicke rund mich mustern, schiebe ich mich als letzte gegen die Bande. Ohne zu weichen, quetsch mich ganz gleich, in engbefülltes Bandenleben.
Kein Kugelspiel verkennt sich noch im Dunkelspiegel, wenn Murmeln ganz glanzlos sich gegen das Glas schieben. Bande drückt eng, Blicke rollen aller Seiten; vom Glas abstreifen und sich nichtmehr zum Poltern bekennen.
Nun frage ich mich stumm, warum lebe ich im Kugelspiel, in dem wir alle aus falscher Achtsamkeit denken, wir müssten die Bande lenken.
Banden führen Uns Zug um Zug in den Pool, in gleichem Schwarz zu leben, sollten Wir alle im selben Loch vergehen.
Doch niemand hat das Spiel kommen sehen, in dem Wir uns nur aus gläsernen Kugeln gegenseitig besehen.
Habt Acht und sehnt Euch nach dem letzten Loch, das auch die Bande von ihrem Spiegelspiel befreit.



